Unsere Themen: News   Potenzial   Risiko   Transparenz   Über uns   

 

Gerechte Vergütungen bei der UBS?

Geschrieben am 5.Februar.2013

Das Jahresergebnis der UBS ist negativ. Trotzdem zahlt die Bank Boni von 2,5 Milliarden. Solche Meldungen erinnern daran, weshalb es im Frühjahr zur Abstimmung der Abzocker-Initiative kommt.

Die UBS hat für das Jahr 2012 einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken vermeldet. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Gesamtsumme der leistungsabhängigen Vergütungen, also Boni, 2,5 Milliarden beträgt. Diese wurde zwar gegenüber dem letzten Jahr um 7 Prozent gesenkt und liegt 2012 42 Prozent unter dem Niveau von 2010. 

Die Frage stellt sich trotzdem: sind Vergütungen in der Höhe des Geschäftsverlusts wirtschaftlich und ethisch vertretbar? Diese Thematik beleuchtet auch der Artikel von Lukas Hässig. Stossend ist auch, dass die Dividende trotz negativen Zahlen erhöht wird. Vermutlich möchte man die Investoren bei Laune halten.

Der Verwaltungsrat, der hinter diesen Entscheidungen steht, ist international aufgestellt:

UBS_VR.png

Interessant ist hingegen, dass mehrere Verwaltungsräte noch andere Mandate bei börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz innehaben. So zum Beispiel der Vizepräsident Michel Demaré, der Verwaltungsrat bei Syngenta ist und per April 2013 das Präsidium des Agrarkonzerns übernimmt. Oder Rainer-Marc Frey und Beatrice Weder di Mauro mit VR-Mandaten bei DKHS Holding resp. Roche.

Solche Meldungen tragen nicht gerade dazu bei, das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Grossbank zu stärken. Zu frisch ist auch die Erinnerung, dass Bund und Kanton (also die Steuerzahler) 2008 die Bank mit 68 Milliarden retten mussten.

Es kann deshalb nicht erstaunen, dass die Abzocker-Initiative gute Chancen hat, am 3. März vom Stimmvolk angenommen zu werden.

 

Antwort schreiben



(Ihre E-Mail Adresse wird nicht angezeigt.)


Captcha Code

Click the image to see another captcha.