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Der "Albtraum Sunrise" - Unsere Reaktion darauf

Geschrieben am 4.Juni.2012

Eine Geschichte, die wie ein Albtraum für jeden rechtschaffenen Bürger klingen muss. Ein 45-jähriger Schweizer, der sich nichts zu Schulden kommen liess und der seine Rechnungen stets pünktlich bezahlt, wird wegen eines ausstehenden Betrags ermahnt und letzten Endes fast betrieben.

 

Um seinem Frust Gehör zu verschaffen, lancierte der Mann vor einem halben Jahr den Blog "Albtraum Sunrise" und dokumentierte darauf seine Leidensgeschichte. 

Vorgestern wurde seine Geschichte (mit seinem Pseudonym "Pierre Bosquet") mit all seinen absurden Auswüchsen nochmals in der Beilage des Tages-Anzeigers "Magazin" porträtiert. 

 

Sunrise hat auf den zunehmenden öffentlichen Druck (alleine durch zunehmende Unterstützung im Web und aufgrund des Existenz dieses Blogs) reagiert und die Korrespondenz mit dem Kunden aufgenommen. Sunrise versicherte laut dem Magazin-Artikel, dass allfällige Betreibungsandrohungs- und Bonitätsregistereinträge in der Schweiz gelöscht worden seien.


Gestern prangerte "Pierre Bosquet" in seinem Blog die hiesigen Wirtschaftsdatenbanken an und vermutete ein Versäumnis seitens Sunrise. Der Grund: Er habe durch mehrere eingereichte Auskunftsbegehren von seinem schlechten Score erfahren ("C", was "mittlere Kreditwürdigkeit" bedeutet bei Teledata). Die Bonitätseinstufung erschwere ihm den Kauf "normaler" Güter, Lieferungen dürfe er nur noch gegen Vorauszahlung bestellen. In einem veröffentlichten Brief an uns, Orell Füssli Wirtschaftsinformationen betreibt die Wirtschaftsinformationsplattform Teledata, forderte er die Löschung seiner irrtümlichen Betreibungshistorie im Fall Sunrise sowie eine Verbesserung seines Scores.

Wir haben den Artikel im Magazin gelesen und von diesem Fall Kenntnis genommen. In Abstimmung mit unserem Partner Intrum Justitia und Rekonstruktion des Falls haben wir nun reagiert (und natürlich zuerst den "Pierre Bosquet" identifiziert).  Die irrtümlichen Informationen wurden gelöscht und die Bonität von Pierre Bosquet auf die "B" hinaufgestuft. Diese Bonitätsnote entspricht einer "guten" Kreditwürdigkeit. In der Schweiz wird praktisch jeder Bürger und Firma mit dieser Note klassifiziert, solange keine anderen "harten" Fakten (vorrechtliche Inkassodaten wie Mahnungen; Betreibungen) über ihn bekannt sind. 

 

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Uns ist es ein Anliegen, für unsere Firmenkunden die schlechten Zahler zu identifizieren. Schliesslich haben wir ein Interesse daran, dass die betreffenden Unternehmen einen Kaufvertrag mit dem Kunden abschliessen und alle möglichen Absatzpotenziale ausgeschöpft werden. Ein Fall wie bei Pierre Bosquet bedauern wir sehr, da hier ein unschuldiger Bürger als schlechter Zahler qualifiziert wurde, was vielleicht zu einem Verlust wertvoller Geschäftsbeziehungen geführt haben könnte. 

Wir hoffen, dass mit sensiblen Daten zwischen unterschiedlichen Informationsträgern und Instanzen vorsichtig und mit der grösstmöglichen Sorgfalt umgegangen wird. Fehler können leider auch dann passieren. Wichtig ist, dass entsprechend schnell aufgrund der Fakten reagiert wird.

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